Fatia Pindra stellt ihre Arbeiten unter den Titel: „Tufting Artist mit politischem Blick“. Künstlerisch hat sie ihre ersten Schritte als Zeichnerin gemacht. Sie sagt: „Das genaue Beobachten, die Auseinandersetzung mit Form und Linie – das hat mich von Anfang fasziniert. Während der Corona-Pandemie bin ich auf eine andere künstlerische Ausdrucksform gestoßen, die mich seither nicht mehr loslässt: Das Tufting.“

Beim Tufting werden mit Hilfe einer sogenannten manuellen „Tufting-Pistole“ Fäden in einen über einen Rahmen gespannten Tufting-Stoff geschossen. Aus der Fläche entsteht so – Faden für Faden – ein textiles Kunstwerk. Fatia Pindra nutzt diese Technik, um textile Wandkunst zu schaffen – eindrucksvolle, oft großformatige Arbeiten, die durch ihre Struktur und Farbigkeit eine besondere Präsenz im Raum entfalten. Die Technik ist ursprünglich aus der Teppichherstellung bekannt, bietet aber gerade im künstlerischen Kontext vielfältige Möglichkeiten der Gestaltung. Hierbei begeistert sie besonders die Verbindung aus Kunst, Handwerk, Materialität und Motiv.

Zunehmend bewegen sich ihre Arbeiten im Spannungsfeld von Gesellschaft und Politik. Fatia Pindra ist überzeugt, „…...dass Kunst nicht „nur“ dekorativ und unterhaltsam sein darf, sondern auch Haltung zeigen, Fragen stellen, Kritik üben und zum Nachdenken anregen soll:“

Genau das versucht sie in ihren Tufting-Arbeiten umzusetzen: Themen wie Machtverhältnisse, soziale Ungleichheit oder gesellschaftliche Ausgrenzung visuell greifbar zu machen.

Fatia Pindra ist mit ihrer Kunst auch auf Instagram unter „tuftingcreations“ vertreten.