Pressemitteilungen 2011

Der Westen.de vom 16.11.2011

Christliches Liedgut:
„Alles, was bleibt, ist allein der Glaube“

Christliches Liedgut: „Alles, was bleibt, ist allein der Glaube“
Die Vigholins begeisterten am Samstag in der Sankt-Bonifatius-Kirche die Besucher.

Hohenlimburg. (chr) Für das Vokalensemble „Vigholin“ neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu. Vierzig Jahre hat der gemischte Chor inzwischen auf dem sprichwörtliche Buckel und feierte dieses Jubiläum am Samstagabend in der St. Bonifatius Kirche.

„Es ist unser zweites großes Konzert. Diesmal widmen wir uns dem christlichen Liedgut und freuen uns auf ein schönes Konzert“, berichtet Chorleiterin Tela Zabel kurz vor Beginn des musikalischen Abends. Felix Mendelssohn-Bartholdy, Randall Tompson, Neil A. Johnson und viele weitere große Namen der Musikgeschichte zählten zu den Darbietungen am Samstagabend.

Einen besonderen Höhepunkt bot Organist Peter Wigge, der das Orgelstück „Litanies“ von Jehan Alain zu Gehör brachte.

„Das Stück besteht ausschließlich aus Vierteln und Achteln und verfolgt eine besondere Botschaft. Es macht keinen Sinn, neue Räume zu suchen oder Erklärungen zu finden. Alles, was bleibt, ist allein der Glaube“, erklärte Hartmut Nitsche, der gemeinsam mit Friedel Petring den gelungenen Abend moderierte. Das Duo ergänzte die Gesangsstücke immer wieder mit Psalmen und Denkanstößen des kritischen Pfarrers und Autors Peter Spangenberg.

Die einmalige Akustik der St. Bonifatius Kirche ließ die Stimmen des Chores noch imposanter erscheinen, was den Abend zu einem musikalischen Leckerbissen werden ließ.

Auch das Publikum würdigte den Auftritt des Chors mit lang anhaltendem Applaus. Im Vergleich zu vielen anderen Chören erfreut sich „Vigholin“ relativ konstant bleibenden Mitgliederzahlen, was nicht zuletzt an dem breit gefächerten Repertoire liegt.

„Wir freuen uns aber immer über neue Stimmen, die uns unterstützen wollen“, so Tela Zabel.

Für „Vigholin“ geht ein anstrengendes, aber ebenso schönes und erfolgreiches Jubiläumsjahr zu Ende, an das die Sängerinnen und Sänger im kommenden Jahr gerne anknüpfen möchten.

 

Westfalenpost Hagen, 20.06.2011

Engelsgleicher Sopran

"Vigholin"-Chor feiert im Forum des Gymnasiums 40. Geburtstag

HOHENLIMBURG. (hws) Glücklich ist eine Stadt wie Hohenlimburg, die seit 40 Jahren einen grandiosen Chor wie "Vigholin" sein Eigen nennen darf. Und dieser 40. Geburtstag wurde zünftig im Forum des Hohenlimburger Gymnasiums gefeiert.

Gegründet wurde Vigholin im "alten" Gymnasium vom damaligen Lehrer Krüsemann, der unter den Geburtstagsgästen weilte und stolz auf sein jetzt groß gewordenes Kind sein darf. Mit "seiner" Erkennungsmelodie "Dubedi" begrüßte der Chor seine große Anhängerschar. Mehr als 150 Gäste lauschten den hervorragenden musikalischen Beiträgen. Eine Bandbreite, ein Kaleidoskop voller Klangfarben. Jede einzelne Stimme geformt, ein wahrhaftiges chorisches Gesamtkunstwerk, plastisch und lebendig, klug und vor allen Dingen liebevoll vorgetragen.

Tela Zabel, musikalische Leiterin von Vigholin, hatte ein leichtes Spiel, folgte ihr der Chor bereits beim kleinsten "Augenaufschlag". Keine geringere als Friedel Petring führte durch das Programm.

Und der Chor? Eine auch sprachliche Bandbreite. In 22 verschiedenen Sprachen wurde bis dato gesungen. Auch dem jüdischen Liedgut hat sich der Chor verschrieben. Selbstverständlich wird jeweils am 9. November in einer Synagoge gesungen.

Natürlich konnte sich der Chor auch selbst auf den "Arm" nehmen. Mit dem Lied "Probier's mal mit nem Bass". "Bässe sind die Schöpfung aller Dinge" wusste Dietmar Grusdt schelmisch zu berichten. Mit "So, da sind wir wieder" begann nach "Small Talk" in der Pause, der zweite musikalische Teil unter großem Applaus. Und mit dem etwas melancholischen "Morgengesang" ging es weiter. Über Zahnweh", dem Vogel, der den Frühling lockt, der "Nachtigall" und einer "Stimmumwandlung".

"Ein Chor kommt in die Jahre, hat neue Be- und Erkenntnisse. Sopranistinnen wechseln in den Alt und umgekehrt. Soprane versuchen sich an Tenorstimmen", so die beiden Protagonisten Petring und Hartmut Nietsche. Und sie sang es, in den "höchsten Sopransphären, engelsgleich. Juliane "Jule" Ottensmann sang den Ohrwurm "The lion sleeps Tonight"! Auch die Städtepartnerschaften Liévin und Bruck an der Mur kamen musikalisch nicht zu kurz.

"Allerdings möchten wir uns doch bei zweien namentlich bedanken", so Petring und Nietsche. Gemeint waren hier Lehrer Krüsemann und natürlich Chorleiterin Tela Zabel. Ein wunderschönes Konzert, welches noch lange nachklingen wird!

 
Der "Vigholin"-Chor feierte im Forum des Hohenlimburger Gymnasiums mit zahlreichen Gästen einen 40. Geburtstag. (Foto: Heinz-Werner Schroth)