Pressemitteilungen 2002

Westfalenpost, 08.10.2002

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Die Mädchen und Jungen vom Kinderchor Hohenlimburg eröffneten mit einem Liedvortrag und einer selbst entworfenen Choreografie das Erntedankfest-Konzert in der Sankt-Bonifatius-Kirche. (Foto: Simon Urban)

"Vokalensemble Vigholin" beweist Ausnahmekönnen

Hörenswertes Erntedank-Konzert in Sankt-Bonifatius-Kirche / "La Voce" besonders pfiffig

Hohenlimburg. (urb / -hey) Helle Kinderstimmen, imponierende Tenöre, kräftige Bässe und klare Frauenstimmen - das traditionelle Erntedank-Konzert in der Sankt-Bonifatius-Kirche bot am späten Sonntagnachmittag wieder einen facettenreichen Querschnitt des internationalen Liedgutes.

Die mehr als 350 zahlenden Besucher waren einmal mehr von der imponierenden Stimmenvielfalt der heimischen Chorgemeinschaften begeistert, die bei diesem Gemeinschaftskonzert mehr als 250 Sängerinnen und Sänger zälten.

Klug gewählt war von den Organisatoren - nach netten Begrüßungsworten von Pfarrer Axel Schmiz - der Auftakt durch den Kinderchor mit "Du hast uns Deine Welt geschenkt" und einer dabei vorgestellten selbst ausgedachten Choreografie.

Anschließend überbrachte der Jugendchor unter dem Dirigat von Stefanie Krämer-Laame "Good news". Auch mit den beiden anderen Titeln ("Somebody's knocking", "Kumbaya") bewiesen die Schülerinnen und Schüler ihr Talent.

Beeindruckend in einem Kirchenschiff ist immer wieder der "Chor der Gefangenen" aus der Oper "Nabucco" von Verdi, der, wie "Oh, Schutzgeist" und "Schon die Abendglocken läuten", von der Chorgemeinschaft MGV "Harmonie" / Werkschor Hoesch / Werkschor C.D. Wälzholz vorzüglich präsentiert wurde.

Der Elseyer Frauenchor (u.a. "Lobet den Herrn", "Ave verum") und der Gemeinschaftschor Liederkranz Hohenlimburg / MGV "Eintracht & Frohsinn" Hagen-Holthausen trugen mit weiteren fein abgestimmten Werken (u.a. "Halleluja", "Die kleine Bergkirche") zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Herausragend dann das Vokalensemble Vigholin, das erneut bewies, dass es zu den leistungsstärksten Chorgemeinschaften in der Sängerhochburg Hohenlimburg zählt. Beim "Locus iste" von Bruckner demonstrierten die Sängerinnen und Sänger wieder ihr Ausnahmekönnen. Tempo und Intonation stimmten auf den Punkt genau und begeisterten die Besucher.

Mit "Frieden" und "Klänge der Freude" überzeugte danach - dynamisch perfekt abgestuft - auch der Elseyer-Nahmer-Männerchor unter der Leitung von Musikdirektor Peter Wigge mehr die gebannten Zuhörer.

Diese horchten anschließend auf bei "Bunt sind schon die Wälder", "Kein schöner Land" und "Alte Freundschaft". Mit erfrischenden Weisen zum Erntedanktag wartete nämlich die Chorgruppe "A Capella" auf, so dass viele Besucher mitsummten. Andere kritisierten die Auswahl der Liedbeiträge, die nach ihrer Auffassung nicht auf den Veranstaltungsort, nämlich eine katholische Kirche, abgestimmt waren.

Dass auch eine kleine Sängerschar zu überzeugen weiss, bewiesen die 12 Choristen des "Gemischten Chores La Voce" bei ihrem "runden Auftritt" und der Präsentation von vier internationalen Werken. Besonders pfiffig die Idee, singend auf- und singend abzutreten.

Den krönenden Schlusspunkt setzte auch in diesem Jahr der katholische Kirchenchor von Sankt Bonifatius mit "Jesus bleibet meine Freude" und "Dankhymnus" von Gabriel. Begleitet wurden die Choristen von Willi Weiß (Flöte), der sich mit seinem perfekten Zwischenspiel glänzend einfügte.

Chöre und Publikum, begleitet von Musikdirektor Peter Wigge an der Orgel, beendeten dann gemeinsam mit "Großer Gott" diesen einmal mehr besonderen Konzert-Abend, der Sängern, Sängerinnen und Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Überrascht zeigte sich Joe Ridder, Vorsitzender des Sängerkreises, dass das Konzert nicht ausverkauft war. Möglicherweise lag es an der kühlen, regnerischen Witterung und an der begründeten Absage der Sänger aus Berchum, die in den Vorjahren immer ein "treues Stammpublikum" mitgebracht hatten.

Westfalenpost, 08.07.2002

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Trotz des Mottos "Erinnerungen an Vigholins Ursprung" zeigten die Sängerinnen und Sänger, dass sie mit der Zeit gegangen sind. (Foto: Mark Hildebrandt)

Querschnitt durch Vigholin-Repertoire

(von Mark Hildebrandt)

Hohenlimburg."Hoffentlich warten Sie nicht bis zum nächsten Jubiläum, bis Sie wieder bei uns auftreten." Mit diesen Worten sprach Arnold a Campo, Leiter des Gymnasiums Hohenlimburg, wohl das aus, was viele Zuhörer im Rahmen des Konzertes des Vokalensembles "Vigholin" unter der Leitung von Tela Zabel am Sonntag im Forum des Gymnasiums dachten. So präsentierten die Sängerinnen und Sänger allerfeinste musikalische Kost.

Der Bezug "Vigholins" zum Gymnasium ist eng, schließlich ging das Vokalensemble aus dem Schulchor von Musiklehrer Hans-Jürgen "Krü" Krüsemann hervor. Dieser freute sich sichtlich, dass zahlreiche Stücke, die er selbst als Dirigent mit dem Chor einstudiert hatte, noch so perfekt saßen.

Doch während das Motto des Konzertes "Erinnerung an Vigholins Ursprung" lautete, zeigten die Sängerinnen und Sänger, dass sie mit der Zeit gegangen sind und präsentierten einen beeindruckenden Querschnitt ihres Gesamtrepertoires der vergangenen Jahre, bei dem aufgrund zahlreicher Kontakte zu anderen Chören die Internationalität im Vordergrund stand.

Ebenso vielfältig wie die Sprachen war auch der Charakter der Stücke. Mit fröhlichen und stimmungsvollen Liedern wie dem serbo-kroatischen "Kadsi bi mala mare" oder dem "Scandinavian Shuffle" sorgte "Vigholin" für gute Laune, Romantiker gerieten zu den Klängen von "My love is like a red red rose" oder dem "Matona mia cara" von Renaissance-Komponist di Lasso ins Träumen.

Doch auch vor schwierigen Chorwerken wie den Sprechstücken "Fuge aus der Geographie" oder "Personalia und Quantitativa" schreckte der Chor nicht zurück. Hier war die volle Konzentration der Sänger gefordert, schließlich ging es hier vor allem um das Zusammenwirken der Klangfarben und Rhythmen der einzelnen Stimmen.

In anderer Hinsicht schwierig waren die Lieder "Dos kelbl" und "Mir leben ejbik", die im Rahmen der Judenverfolgung im sogenannten "Dritten Reich" in den Ghettos gesungen wurden. Darin kam zum einen die Verzweiflung der Menschen, aber auch ihr starker Überlebenswille musikalisch wieder zum Vorschein.

Zwar war der Eintritt kostenfrei, doch ein Teil der Spenden fließt an die Rumänien-Hilfe. Als Dankeschön, dass er dafür grünes Licht gegeben hatte, erhielt Schulleiter Arnold a Campo eine Heugabel aus Rumänien.

Nach dem überaus gelungenen Konzert bleibt nur zu hoffen, dass die Sängerinnen und Sänger der Einladung des Gymnasiums schon bald Folge leisten.
 

Westfälische Rundschau Hohenlimburg, 13.03.2002

Vokalensemble seit 30 Jahren in vielen Konzertsälen zu Gast

Vigholin kam in Erkrath gut an

Hohenlimburg Mit dem Repertoire seines Jubiläumskonzertes erfreute das inzwischen 30 Jahre alte Vokalensemble "Vigholin" jetzt in einem "Auswärtsspiel" - bei einem Konzert in der Heilig-Geist-Kirche in Erkrath.

Des Lobes voll ob des Gebotenen war auch die "Rheinische Post", die zu dem erneuten Wiederholungskonzert "Git on board - Spirituals und Gospels" unter anderem folgende Zeilen schrieb: "Im Gottesdienst oder bei der Arbeit auf den Feldern gesungene Spirituals und Gospels waren in der (nordamerikanischen) Sklavenzeit ein Ausdruck seelischer und physischer Bedrängnisse..."

Richtig schöne Stimmen waren zu hören, sicher geführt von Tela Zabel. Dem Konzert tat es auch sichtlich gut, dass Mitglieder des Chore zur Moderation vortraten. So erfuhren die Zuhörer - übrigens erfreulich viel -, zu welchen Anlässen "I can tell the world" gesungen wurde, wann sich die Sänger und Sängerinnen "The welcoming table" versprachen, wann sie ihre peinigende Last ("Burden down") niederlegen wollten und wie das so zugegangen ist, als Josua die Mauern Jerichos zum Einsturz brachte ("Josua fit the battle of Jericho").

Rheinische Post Mettmann, 26.02.2002

Vokalensemble "Vigholin" in Sandheide

In Noten gefasste tiefe Empfindungen

-- von Klaus Niehörster --

ERKRATH/METTMANN (sp.) Wiederholungen haben auch so ihren Reiz, zumal im Musikalischen. Das trifft auf das Konzert des Vokalensembles "Vigholin" in der Sandheider Heilig-Geist-Kirche insgesamt zu, das anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Gruppe erstmals im chor-heimischen Hagen-Hohenlimburg erklungen war, und das betrifft die Zugabe. Denn da wurde auf Zuruf "Nobody knows" gewünscht, das beim da capo noch eindringlicher, noch bewegender, noch emotionaler als beim ersten Mal erklang. "Git on Board - Spirituals und Gospels" hieß das eineinhalb Stunden währende Konzert in Hochdahl, das Lieder der schwarzen Sklaven in Amerika im Konzertsatz zum Inhalt hatte.

Ein bisschen heikel ist das schon, gerade in diesem Fall den richtigen Ton zu finden. Denn, wer mag von sich sagen, diese in Noten gefassten tiefen Empfindungen und Nöte nachfühlen zu können, alle diese Erniedrigung und erlittene Niedertracht? Im Gottesdienst oder bei der Arbeit auf dem Feld gesungene Spirituals und Gospels waren in der Sklavenzeit ein Ausdruck dieser seelischen und physischen Bedrängnisse. Man bekannte aber trotz allem seinen christlichen Glauben, setzte seine Hoffnung auf ein gutes Leben nach dem Tod oder erzählte sich auf direkte und unverstellte Art biblische Geschichten.

Genau dieser Richtschnur folgte das frühabendliche Programm. Unter der Leitung von Tela Zabel wurden bekannte und weniger bekannte Melodien gegeben. Die sind ebenso einfach wie durchschlagend und leben von mehreren Elementen: der gesanglichen Darbietung, dem Text und der Bewegung. Alles zusammen macht Spirituals und Gospels aus. Das soll keine Kritik sein, vielleicht eine Anregung: ein bisschen mehr Bewegung und Spontaneität täte der Darbietung schon ganz gut. So kam eben die deutsche Rezeption dieses Liedguts über, und die hatte durchaus ihre Qualitäten.

Richtig schöne Stimmen waren zu hören, sicher geführt von Tela Zabel. Dem Konzert tat es auch richtig gut, dass Mitglieder des Chors zur Moderation vortraten. So erfuhren die Zuhörer (übrigens erfreulich viele), zu welchen Anlässen "I can tell the world" gesungen wurde, wann sich die Sänger und Sängerinnen "The welcoming table" versprachen, wann sie ihre peinigende Last ("burden down") niederlegen wollten und wie das so zugegangen ist, als Joshua die Mauern Jerichos zum Einsturz brachte ("Joshua fit the battle of Jericho"). Es war ein schönes, ein nachdenklich stimmendes Konzert mit einer klaren Botschaft: Eine solche Unterdrückung sollte nie mehr vorkommen.

Westfalenpost, 30.01.2002

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Mit dem Konzert unter dem Motto "Git on board" begeisterte das Vokalensemble Vigholin am Sonntag in der Kreuzkapelle. (Foto: Hildebrandt)

Viel Applaus für das Vokalensemble

Vigholin begeistert mit "Git on board" das Publikum in der bestens besuchten Kreuzkapelle

Hohenlimburg. (hil) Unter dem Motto "Git on board" lockte das Hohenlimburger Vokalensemble "Vigholin" unter der Leitung von Tela Zabel am Sonntag zahlreiche Gäste in die Kreuzkapelle an der Kaiserstraße.

Das Kirchenschiff war hervorragend besucht. Diese Tatsache ist umso bemerkenswerter, weil es sich um eine Wiederholung des Jubiläumskonzertes handelte, das schon im Oktober 2001 für Begeisterungsstürme im Paul-Gerhardt-Haus gesorgt hatte.

Auch diesmal überzeugten die Sängerinnen und Sänger mit zahlreichen Worksongs, Spirituals und Gospels. Sie präsentierten die große Bandbreite von ruhigen, langsamen Liedern wie "Balm in Gilead" bis hin zu freudigen Spirituals wie "Good news". Dabei wirkten die Stücke sowohl durch die Soloeinlagen als auch die einfühlsame Intonation sehr lebendig.

Das Publikum war hingerissen und spendete den engagierten Sängerinnen und Sängern immer wieder einen langen Zwischenapplaus. Besonders bei den kleinen und großen Höhepunkten fiel dieser besonders frenetisch aus, etwa bei dem komplexen "Soon ah will be don" oder dem stimmgewaltigen "Wade in the water".

Zwar war der Eintritt frei, doch bat das Vokalensemble "Vigholin" um eine Spende für die geplanten Partnerschaftstreffen mit den Freunden aus Bruck an der Mur.