Pressemitteilungen 2001

Westfalenpost, 24.10.2001

"Vigholin" brilliert mit Spirituals und Gospel

Mitreißendes Jubiläumskonzert zum 30. Geburtstag

Reh. (hil) "Git On Board" ("Komm an Bord") - so lautete das Motto des Vokalensembles "Vigholin" am Sonntag anlässlich des Jubiläumskonzerts zum 30-jährigen Bestehen im Paul-Gerhardt-Haus. Und sie kamen: Zum Glück reichten die Stühle gerade noch aus, damit auch jeder Besucher einen Platz fand, um das beeindruckende Konzert zu genießen.

Das Vokalensemble "Vigholin" ist sicherlich eines der Aushängeschilder der Hohenlimburger Chorlandschaft. Die Männer- und Frauenstimmen sind ausgewogen, und zahlreiche Akteure haben Soloqualitäten. Das Klangvolumen ist beachtlich, ebenso die Sensibilität der Sängerinnen und Sänger bezüglich der Stimmungen in den Liedern.

Im Rahmen des Jubiläumskonzerts brillierte das Vokalensemble mit dem Lieblings-Genre der Mitglieder: Spirituals und Gospel. Das Repertoire reichte von dem ruhigen "Balm of Gilead" über das abwechslungsreiche "I can tell the world" bis hin zum freudigen "Good news".

Sehr lebendig wirkten die Gospels und Spirituals sowohl durch einige Soloeinsätze als auch durch die sehr einfühlsame Intonation. Immer wieder spendete das Publikum nach den Stücken einen langen Applaus.

Dieser fiel besonders bei den kleineren und größeren Höhepunkten besonders frenetisch aus, etwa bei dem komplexen "Soon ah will be don'" oder dem stimmgewaltigen "Wade in the water".

Präsent für Krüsemann

Im Publikum war auch ein langjähriger Wegbegleiter des Vokalensembles. Hans-Jürgen Krüsemann dirigierte "Vigholin" lange Jahre. Bei ihm und seiner Frau Gisela bedankten sich die Chormitglieder mit einem Präsent.

Er zeigte sich in einer kleinen Ansprache hocherfreut, dass die "neue" Dirigentin Tela Zabel die Chorarbeit so fantastisch weiterführe.

Sein ganz besonderer Dank ging an den ehemaligen Schuldirektor des Gymnasiums, Helmut Lingen, der ebenfalls das Konzert genoss: "Er hat mich bei meiner Arbeit in all den Jahren in einer Art und Weise unterstützt, die nicht selbstverständlich ist."

Ohne Zugabe ließ das Publikum die Sängerinnen und Sänger nicht gehen. Hier kam Hans-Jürgen Krüsemann gerne der Bitte nach, den Chor zu dirigieren. Mit dem "My Lord, what a morning", das sich Krüsemann wünschte, schloss sich der Kreis.

Damit traten einige der Sängerinnen und Sänger zum ersten Mal öffentlich - damals noch als Schülerchor - vor 35 Jahren in der Reformierten Kirche in Hohenlimburg auf.

Für Bruck gesammelt

Bei der anschließenden Sammelaktion, der Chor hatte keinen Eintritt erhoben, kam ein stattlicher Betrag zusammen. Dieser soll als Grundstock für die Finanzierung des Besuches der Brucker Sänger im Frühjahr 2002 genutzt werden.


Friedel Petring (l.), Vorsitzende des Vokalensembles Vigholin, führte mit Dietmar Grusdt (r.) durch das Konzert. (Fotos: Mark Hildebrandt)

Westfalenpost, 31.05.2001

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Gehört und für gut befunden: das Vokal-Ensemble Vigholin heimste bei einem internationalen Chor-Festival in Bruck in seiner Kategorie der gemischten Chöre das Silberdiplom - den zweiten Platz - ein. (Foto: privat)

Internationaler Preis für Vigholin

Chor nahm an A-capella-Festival in Bruck teil

Hohenlimburg. (cala) Insgesamt 22 Stunden Autofahrt und fünf Tage und Nächte nur eine Mütze voll Schlaf - aber trotzdem würde der Hohenlimburger Chor Vigholin unter der Leitung von Tela Zabel noch einmal an dem internationalen Wettbewerb in der österreichischen Partnerstadt Bruck an der Mur teilnehmen: die 27 Sängerinnen und Sänger heimsten in ihrer Kategorie ein Silberdiplom als zweitbestes Ensemble ein.

Doch nicht nur wegen der mit einem Geldbetrag verbundenen Lorbeeren hielte die stimmgewaltige Truppe sehr viel von einer erneuten Reise nach Bruck. "Sicher hat uns diese Auszeichnung sehr gut getan. Aber fast noch wichtiger ist uns das Zusammensein mit den Sängern der Brucker Chorvereinigung, zu denen sich in den letzten Jahren ein sehr herzliches Verhältnis entwickelt hat", sagt Vigholin-Mitglied Thomas Böckmann.

Samstagnacht gegen 2 Uhr ist Vigholin von dem fünftägigen Besuch heimgekehrt, an dem auch einige Mitglieder des Partnerschaftsvereins Holibru - so Erika und Horst Eschenbach sowie Klaus-Peter Kriegbaum - teilgenommen hatten. Untergebracht waren die Sänger bei verschiedenen Mitgliedern der Chorvereinigung Bruck, die das 3. Internationale A-capella-Chorfestival mitveranstaltete.

Mit dem "Umweltmärchen", einer Komposition des Brucker Dirigenten Harald Knafl, wurde der Wettbewerb eröffnet, der maßgeblich von dem Brucker Bürgermeister Bernd Rosenberger gefördert wurde. Außerdem stand die Besichtigung der Burg Overkapfenberg mit einer anschließenden Falkner-Vorführung auf dem Programm.

Am Samstag wurde es dann ernst: In der Kategorie gemischte Chöre interpretierten die Akteurinnen und Akteure das romantische (Pflicht-)Stück "Lob auf die Musik" von Distler und einige selbst gewählte Lieder. Noch am selben Abend konnten sie sich bei der Preisverleihung über das Silberdiplom freuen. Insgesamt nahmen 14 Chöre aus Österreich, Polen, Bulgarien, der Schweiz und Deutschland an dem Festival teil. Eine Jury mit Musik-Professoren aus Österreich und Deutschland bewertete die Leistungen.

Jede Menge Lob gab's auch bei der Abschlussveranstaltung, dem Preisträger-Konzert. Für die Interpretation von "Pavane" (Foinot Arbeau), "Personalia + Quantitativa" (Einojuhani Rautavaara) und von Spirituals erhielten die Vigholin-Mitglieder donnernden Applaus.

Besonders freuten sich die Hohenlimburger jedoch darüber, dass die Chorvereinigung Bruck als Gastgeber das Ensemble Vigholin auf die Bühne bat, um gemeinsam mit dem Song "Goodbye Sweetheart" das Festival zu beenden.

"Dabei flossen die ersten Tränen, denn die Abfahrt stand unmittelbar bevor", so Böckmann. Tröstlich: Der Gegenbesuch der Brucker ist auf jeden Fall geplant.

Westfälische Rundschau, 29.05.2001

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So probten sie in der Partnerstadt Bruck für den bevorstehenden gesanglichen Wettstreit, der ihnen ein Silberdiplom bescherte: die Mitglieder des Hohenlimburger Vokalensembles "Vigholin".
(WR-Bild: Klaus-Peter Kriegbaum)

Vokalensemble "Vigholin" ersingt bei internationalem Festival Silberdiplom

Hohenlimburg. Mit einem Silberdiplom kehrte das Hohenlimburger Vokalensemble "Vigholin" jetzt aus der österreichischen Partnerstadt Bruck an der Mur zurück.

27 Mitglieder von "Vigholin" unter ihrer Dirigentin Tela Zabel weilten über das Wochenende bei ihren Gastfamilien des Partnerchores "Chorvereinigung Bruck an der Mur". Anlass des Besuchs war das "3. Internationale A-Capella-Chorfestival" im Stadtsaal. Eröffnet wurde es mit dem "Umweltmärchen", einem Werk komponiert vom Dirigenten der Brucker Chorvereinigung, Harald Knafl, unter Mitwirkung eines regional zusammengesetzten Chores, eines Orchesters sowie dreier Solisten und eines Erzählers.

Am nächsten Morgen besichtigte "Vigholin" die nahegelegene Burg Oberkapfenberg mit anschließender Falknervorführung. Beim abendlichen gemütlichen Beisammensein gaben die Sängerinnen und Sänger schon erste Kostproben ihres Könnens.

Am Samstag wurde es dann ernst, denn um 17 Uhr stand der Auftritt von "Vigholin" in der Gruppe B (gemischte Chöre) auf dem Programm, und noch am gleichen Abend wurden bei einem Empfang des Bürgermeisters Bernd Rosenberger die Preise verliehen. "Vigholin" konnte in seiner Kategorie ein Silberdiplom als Zweitbester erringen, und der Jubel war ohnegleichen.

Zum Abschluss gab es ein Preisträgerkonzert, bei dem "Vigholin" natürlich auch vertreten war und bei dem am Ende die Brucker Chorvereinigung als Gastgeberin "Vigholin" auf die Bühne bat, um gemeinsam mit "Goodbye Sweetheart" das Festival zu beenden. Spätestens hier gab es erste Tränen, da die Abfahrt unmittelbar bevorstand. Aber ein Gegenbesuch ist schon ins Auge gefasst.